1961 – 1963 Die sogenannte „Lipschitz Uniform“

1961 – 1963 Die sogenannte „Lipschitz Uniform“

Der militärische Charakter der bisherigen Uniform hatte zur Folge, dass der damalige Innensenator von Berlin, Joachim Lipschitz, eine „zivilere“ Dienstkleidung einführte. Am 7. Januar 1961 stellte man diese der Presse vor. Bis zur Ausgabe sollten aber noch einige Monate vergehen und es handelte sich dabei eigentlich nur um einen gigantischen Trageversuch, der letztlich scheiterte.
Bis dahin getragene Schulterstücke verschwanden und wurden durch Dienstgradabzeichen auf dem rechten Ärmel ersetzt. Form und Farbe entsprachen den Ärmelabzeichen der Bereitschaftspolizei, die schon seit 1952 getragen worden sind.
Indem man die bisher aufgesetzten Taschen entfernte und nach innen verlegte, Taschenklappen ohne Knöpfe aufnähte und kleinere Kragenspiegel anbrachte, änderte sich das Aussehen der Uniform deutlich. Der bisher unten an der Mütze getragene Stern wurde nun oben angebracht und an seine Stelle kam eine Kokarde in den Farben schwarz-rot-gold, mit einem Eichenlaubkranz.
Für Leitende Polizeibeamte waren diese Abzeichen gestickt, für Mannschaften aus Metall. Allerdings sollte es zu einer Umstellung beim gehobenen und höheren Dienst erst mit Einführung der „Albertz-Uniform“ kommen. Der Trageversuch wurde fast ausschließlich vom mittleren Dienst durchgeführt Ursprünglich sollte der Polizeistern ganz verschwinden und durch Wappen mit dem Berliner Bären darauf ersetzt werden. Modelle dafür konnten sich aber nicht durchsetzten.
Koppel sollten zu dieser Uniform nicht mehr getragen werden und so ersetzte man diese durch ein Tragegestell, welches unter der Jacke getragen wurde und durch die rechte Tasche das Tragen der Dienstwaffe zuließ. Jetzt kam es auch zur Einführung von Ärmelabzeichen für die Dienstzweige Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei und Polizeiorchester. Die Abzeichen der Bereitschaftspolizei wurden geändert und nun hatten alle Ärmelabzeichen um das Stadtwappen eine schwarze Umrandung.
Blaue Abzeichen trug der Beamte auf der Uniform, weiße für den Verkehrsdienst und olivfarbene für den Einsatzanzug. Für den Letzteren gab es zu dem Ärmelabzeichen Funktionsabzeichen in Form von silbernen Streifen, die unter dem Ärmelabzeichen angebracht wurden und nun den Gruppenführer mit einem, den Beamten des gehobenen Dienstes mit zwei und den des höheren Dienstes mit drei Streifen kennzeichnete.