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Mützen - Tschako - Helme

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Der Tschako

Der Tschako (ung.: csákó, poln.: czako) ist eine militärische Kopfbedeckung von zylindrischer oder konischer Form. In der Regel besitzt er einen Augen-, manchmal auch einen Nackenschirm. Der Begriff stammt aus dem Ungarischen und bedeutet „Husarenhelm“, da der Tschako ursprünglich bei den ungarischen Husaren getragen wurde.

Anfänglich wurde der Tschako aus Filz, später auch ganz oder teilweise aus Leder gefertigt, um den Träger vor Säbelhieben zu schützen. Hinzu kam oft ein in der Regel metallener Kinnriemen (Schuppenkette), der zusätzlichen Schutz bot. Normalerweise waren Filz bzw. Leder in schwarz gehalten, speziell bei den ungarischen Husaren wurde Filz in verschiedenen Farben verwendet.

Während der Napoleonischen Kriege setzte der Tschako sich in fast allen europäischen Heeren als Hauptkopfbedeckung für Fußtruppen sowie leichte Kavallerie und für Artillerie durch, da er besseren Schutz als die damals üblichen Filzhüte bot. Zudem war er billiger herzustellen als die bspw. in Österreich und Württemberg getragenen Lederhelme. Auf der Vorderseite waren ein metallener Beschlag sowie das Feldzeichen die sogenannte Nationale angebracht. Die damit ausgezeichnete einzelne Bataillone trugen zu Paraden auch Haarbüsche. Sämtliche Jäger- und Schützenbataillone im alten Reichsheer trugen diese.

In Deutschland wurde der Tschako ab 1843 zuerst in Preußen von der Pickelhaube weitgehend verdrängt, so dass ihn dort bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges nur mehr die Jägertruppe, MG-Abteilungen, technische Spezialtruppen (Flieger und Luftschiffer, Telegrafentruppe), Landwehr- und Landsturm, Seebataillone (Marineinfanterie) verwendet.

In Österreich-Ungarn 1806 eingeführt, wurde der Tschako in veränderter Form (z. B.. die Infanterie-Modelle M1871 und M1891) seit 1868 nur noch zur Parade, im Wachdienst (falls nicht die Feldkappe befohlen war), im Ordonnanz- und Inspektionsdienst sowie in einzelnen Garnisonen auch außer Dienst an Sonn- und Feiertagen getragen. Im Feld und zum täglichen Dienst war indes eine zunächst Lagermütze genannte, seit 1871 dann Feldkappe titulierte Kopfbedeckung Vorschrift.
Seine äußere Form wandelte sich bis 1895 mehrfach.

In der Mehrzahl der Armeen verlief die Entwicklung ähnlich. Heute wird der Tschako noch zu Repräsentationszwecken von Gardeeinheiten (z. B. Russland, Argentinien) oder Militärakademien (z. B. West Point oder St. Cyr) getragen.

In Belgien wurde ein schwarzes Filztschako noch 1914 von der Linieninfanterie getragen. Auf seiner Vorderseite befand sich eine in Messing geprägte Regimentsnummer. Im Gefecht zog man einen schwarzen Wachstuchüberzug über das Tschako auf dem die Regimentsnummer in weiß gemalt wurde. Zusätzlich war an dem Überzug vorne ein roter Wollpompon angebracht.

 

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Der Polizei - Tschako

Als Teil der Polizei-Uniform war er in Deutschland bis zum Ende des ersten Weltkrieges ungebräuchlich; Polizeien und Gendarmerien der deutschen Länder des Kaiserreichs trugen als Kopfbedeckung meist die Pickelhaube. Zur Polizei kam der Tschako in Deutschland über Jägertruppen, die im revolutionären Berlin des Jahres 1919 Polizei-Aufgaben wahrnahm.

Auf der Suche nach einem geeigneten Helm für die im Zuge der November-Revolution 1918 in Preußen neu aufgestellte Sicherheitspolizei schied die bisher getragene sogenannte „Pickelhaube“ als Symbol des untergegangenen Kaiserreiches aus. Gardeoffiziere schlagen vor, den bei den Gardejägern und –schützen üblichen Tschako zu übernehmen. Die verantwortlichen Regierungsstellen folgen diesem Vorschlag, so dass zunächst in Preußen und später im gesamten Reichsgebiet von Beamten der uniformierten Polizei und Gendarmerie der Tschako getragen wird.

In der Zeit von 1937 bis 1945 (Nazi-Zeit) wird ein mit grünem Tuch bezogener Tschako getragen. Er ist mit einem, die ganze Frontseite einnehmenden, Hoheitsadler versehen; Polizei-Offiziere trugen ihn in mittelbraunem Leder.

Nach 1945 findet eine schwarz lackierte Ausführung Verwendung. Allerdings wurde der Tschako nur in der britischen Besatzungszone (Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Hamburg) und in West-Berlin Teil der Polizei-Uniform, in Nordrhein-Westfalen bis Anfang der 1970er Jahre und in West-Berlin bis 1968.

In der DDR gab es nach 1953 eine eigene Entwicklung. Mit dem Übergang in die 1970er Jahre wird auch in der DDR das Tragen des Tschakos eingestellt.

Aus dem Tschako entwickelten sich durch Verkleinerung und Materialeinsparung die
Schaftmütze, Schirmmütze und das Käppi.

Quelle: Teilweise aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

In der Galerie können Sie u. a, einige Tschakos betrachten.

 

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Galerie


Berittene Landgendarmerie Mecklenburg-Strelitz

Erster Demo-Helm NRW

Erster Helm Polizei Preußen 1844

Gendarmerie Lippe 1850

Pickelh. Gendarmerie Nassau 1849

Pickelhaube Preußen 1867-1888

Pickelhaube Schutzmann Hamburg

Pickelhaube staatliche Polizei Baden

Pickelhaube Weißenburg-Bayern

Pickelhaube Schutzmann Bayern

Pickelhaube Preussen Komunalpolizei 1894-1918

Pickelhaube Preußen 1888-1918

Polizei Niedersachsen 1965

Tropenhelm Polizei Nordrhein-Westfalen 50er Jahre

Tschako entnazifiziert 1945

Tschako Gendarmerie Preußen

Tschako kommunale Polizei Preußen

Tschako Königreich Sachsen

Tschako Landjäger Nassau

Tschako Preußen

Tschako staatl. Polizei Baden

Tschako Zeichnung

1950 - 1968 - Berliner Tschako (Leitender Beamter)

1950 - 1968 - Berliner Tschako (Mannschaft)

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Stand: 16.10.2009