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Ehrenkodex des PHSB e.V.
mit Erläuterung

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1.

Mit unserer Traditionsarbeit stehen wir für Demokratie und Toleranz.

 
 

Zum einen gab es auch in den intoleranten Zeiten immer aufrichtige und ehrenhafte Persönlichkeiten. Ebenso in der Berliner Polizei. Dem Andenken an diese wichtigen Leute verleiht diese öffentliche Verpflichtung Ausdruck. Der zweite Grund ergibt sich aus 160 Jahren europäischer Demokratiegeschichte. Wer diese 160 Jahre zurück rechnet, befindet sich im Jahr 1848. Das Entstehungsjahr der europäischen Demokratie ist also zugleich auch das Gründungsjahr der Berliner Schutzmannschaften. Durch den Leitsatz wird das Programm „Für Demokratie und Toleranz" der Europäischen Union Unterstützung sichtbar unterstützt.

 



 
2.

Korrektheit und Offenheit bestimmen unseren Auftritt in der Öffentlichkeit.

   
 

Korrektheit und Offenheit sind besondere Markenzeichen der Polizei, auch wenn sie in der Geschichte mal schwächer und mal stärker ausgeprägt waren. Wir betonen heute – im gesellschaftlichen Umbruch – dieses Markenzeichen. Wir befinden uns als Vereinsmitglieder nicht in einem speziellen arbeitsrechtlichen Abhängigkeitsverhältnis, in dem der Eid auf das Land, die Verfassung und seine Bürger verankert ist. Grundsätzlich gehören jedoch Ordentlichkeit und Freundlichkeit durch unser polizeinahes Selbstverständnis zum Image des PHSB e.V. dazu.

 



 
3.

Kommunikation und Präsentation entsprechen der Verantwortung ggü. der Berliner Polizei und ihrer Geschichte.

   
 

Als Kommunikation und Präsentation versteht sich unser Gesamtauftritt als PHSB nach außen. In Worten, mit Bildern oder als Formation. Seit über 10 Jahren nehmen wir die Verantwortung wahr, die mit dem Thema Geschichte in Deutschland und Polizeigeschichte in Berlin immer verbunden ist. Das Fingerspitzengefühl unseres Vereins in Bezug auf totalitäre Geschichtsphasen ist kein Zufall. Jeder, der von uns hört, soll wissen, dass wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Denn es gab auch in den intoleranten Zeiten immer aufrichtige und ehrenhafte Persönlichkeiten in der Polizei. Insofern ist dieser Leitsatz auch ein Appell an Außenstehende, sich als Partner der PHSB an der Würdigung und öffentlichen Darstellung solcher Persönlichkeiten zu beteiligen.

 



 
4.

Wir nehmen keine polizeilichen Aufgaben wahr und sind keine Hilfspolizisten.

   
 

Diese Form der zum Ausdruck gebrachten (nicht staatlichen) Bürgernähe ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres „Ehrenkodex". Wie eine Visitenkarte weist er hierdurch kurz und knapp auf die öffentliche Präsenz und die Erfahrung der PHSB hin. Dieser Leitsatz informiert darüber, dass wir nicht im hoheitlichen Auftrag sondern aus persönlicher Verantwortung handeln. Das macht uns leichter ansprechbar für die Leute und vermeidet solche Erwartungshaltungen, wie sie gegenüber der Berufspolizei an den Tag gelegt werden.

 



 
5.

Unser bürgerschaftliches Engagement dient den Menschen.

   
 

Mit diesem Leitsatz unterstreichen wir als Verein der Polizei-Historischen Schutzleute Berlin e. V. unseren uneigennützigen und ehrenamtlichen Beitrag leisten zur Lebensqualität der Menschen. Natürlich auch für uns selbst. Weshalb ja auch die öffentliche Nachfrage nach den historischen Schutzleuten stark ist. Die sichtbare Uniformgeschichte ist für die Leute eine wohltuende Möglichkeit ihre eigenen Erinnerungen zu spüren und das damit verbundene persönliche Sicherheitsgefühl zu entfalten. Und das geschieht selbst bei jüngeren Menschen. Auch sie wissen um die Wirkung der Polizei-Uniformen und sind in gleicher Weise fasziniert.


 



  Rocco Röske

Stand: 12. Juni 2014

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