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Uniformen im Wandel der Zeit

 



1787

Im Jahre 1787 erhielt die Berliner Polizei auf Befehl von König Friedrich Wilhelm II durch die Hilfe des Polizeidirektors von Eisenhardt die erste eigene Polizeiuniform.

Uniformbeschreibung:
Hellgrauer Frack, gelbe Weste und Beinkleider, schwarzer Dreispitz, zusätzlich für Offiziere - Degen und Stock.

Aufgaben:
Tabakrauchen in der Öffentlichkeit war verboten. Händler auf den Märkten nach Maße und Gewichte kontrollieren. Fremdenmeldungen in Gasthäusern kontrollieren. Betrunkene Fuhrknechte arrestieren. „Lüderliche“ Weibspersonen, welche im Sommer nach 23:00 Uhr, im Winter nach 22:00 Uhr allein auf den Straßen angetroffen wurden, wurden arrestiert und ins Arbeitshaus verbracht. Sie "durften" zur Abschreckung am nächsten Tag öffentliche Plätze und Brücken fegen.



1809

Die Bürgergarde entstand als pro französische Einrichtung nach dem Einmarsch Napoleons in Berlin.

Uniformbeschreibung:
Uniformrock blau, Beinkleider / Hosen gelb, Kragen und Manschetten rot, am Bandelier befand sich der rote "Brandenburgadler."

Aufgaben:
Für öffentliche Ruhe und Sicherheit sorgen. Wachdienste, Streifengänge, Gefangenentransporte und Spalier bei Paraden. Novum: Sie durften sogar französische Soldaten verhaften. Die Bürgergarde bestand aus Berliner Bürgern, die die Polizei unterstützten. Sie waren bei der Bevölkerung nicht gerade beliebt, da pro französisch eingestellt.

Ein Sergeant der berittenen Gendarmerie von Brandenburg und Preußen.



1848
 

Im revolutionsgeschüttelten Preußen, wurde auf Befehl des Königs eine Schutzmannschaft für Berlin aufgestellt.

Uniformbeschreibung:
Bewusst zivil gehalten, den englischen Constablern nachempfunden.
Rock dunkelblau mit bürgerlichen Knebelknöpfen, Hose grau, Hut Zylinder mit Kokarde erstmalig in den Farben "schwarz-rot-gold", vorne Dienstnummer mit Revierbuchstabe: A / B nördlich und C / D südlich der Spree

Aufgaben:
Erstmalig: Prüfung der Verhältnismäßigkeit. Bis heute, Grundsatz der Polizeiarbeit.



Seit dem 14. Juni 1905 war den Schutzmännern mit einer zehnjährigen vorwurfsfreien Dienstzeit in der Schutzmannschaft gestattet, den Wachtmeistersäbel mit goldenem Portepee zu führen. Dieser Erlaß wurde am 1. August 1906 dahingehend erweitert, daß diese Waffen auf Staatskosten geliefert wurden und Staatseigentum blieben.

1908

 "Kaiser Wilhelm - Zeit"

Uniformbeschreibung:
Halblanger dunkelblauer Waffenrock, dunkle Hose, Pickelhaube mit silberfarbener Helmverzierung mit den königlichen Initialen.

So verklärt wie wir diese Zeit sehen, war sie nicht. In Berlin herrschte Arbeitslosigkeit und Hunger. Aus den Berichten dieser Zeit geht hervor, dass der Beruf des Polizisten sehr gefährlich war (wie heute...). Tätliche Angriffe waren an der Tagesordnung.

Informationen zur Blankwaffe (Säbel)



1926

"The golden 20th"

Nach 1918 wurde bei der Polizei eine neue Uniform eingeführt. Dazu gehörte auch der Tschako. Er löste die Pickelhaube ab. Von 1919 - 26 war diese Uniform aus grünem Stoff. Ab 1926....wie Sie hier sehen....! Sie ähnelte wieder einer militärischen Uniform.

Uniformbeschreibung:
Uniformrock blau, Tschakostern mit Preußen-Adler, Nationale in den Farben Preußens - schwarz/weiß. Zur Uniform wurden Ledergamaschen getragen, auch "Knall-Gamaschen" genannt.



1945
Es erging der Befehl Nr. 1 des Militärkommandanten von Berlin, die Schutzpolizei ist zu entnazifizieren und neu aufzustellen. Dazu wurden noch alte, vorhandene Uniformen der Wehrmacht und der Polizei verwendet. Ein unterschiedliches Erscheinungsbild war an der Tagesordnung. Der kleinste Dienstanzug bis1947 war eine Armbinde auf ziviler Kleidung.
1947 wurde die Polizei in ganz Berlin einheitlich eingekleidet. Wieder im militärischen Stil.

Links: Schutzpolizist (Schupo). Rechts: Bereitschaftspolizei (Bepo), ab 1949 nur in West - Berlin.

Uniformbeschreibung:
Graublauer Stoff, Uniformrock mit aufgesetzten Taschen, Schulterstücken mit Dienstgradabzeichen, oft Stiefelhosen, Ledergamaschen (Bepo mit Stiefel) Tschako mit Berliner Bären, Kokarde rot/weiß für Berlin.

Aufgaben:
Fußstreife, für Ruhe, Sicherheit und Ordnung sorgen, Bewachung von öffentlichen Einrichtungen, Schwarzmarktrazzien.



1960

Weibliche Schutzpolizistinnen 2. Versuch…….

Die Einführung weiblicher Schutzpolizistinnen scheiterte jedoch an den damals geltenden Arbeitszeitschutzrichtlinien wie z. B. Nachtarbeit.

Linkes Bild: Musteruniform des "Model 47". Letztendlich trugen die Frauen die gleiche Uniform wie ihre männlichen Kollegen.

Interesse? Lesen Sie mehr.



"Polizei-Angestellte im Verkehrsüberwachungs-Dienst"

1971

Erste Politesse (PAngVüD : "Polizei-Angestellte(r) im Verkehrsüberwachungs - Dienst") mit Polizeiemblem vorne auf der Jacke und gesticktem Polizeistern auf der Schute.



"Polizei-Angestellte im Verkehrsüberwachungs-Dienst"

1994

Letzte Politesse (PAngVüD : "Polizei-Angestellte(r) im Verkehrsüberwachungs - Dienst") bis 2004 vor der Einführung der Zuständigkeit des Ordnungsamtes  (GewO § 106 - Berliner Gesetz zur Errichtung bezirklicher Ordnungsämter v. 24.06.2000 (GVBl. S. 253) (OAErrG).

Das Ärmelabzeichen war am linken Ärmel angebracht. Der Polizeistern befand sich am Käppi.



Quelle: PHSB e. V. - Archiv

Stand: 17.10.2009



17.10.2009

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