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Der militärische Charakter der bisherigen Uniform
hatte zur Folge, dass der damalige
Innensenator von Berlin, Joachim Lipschitz,
eine „zivilere" Dienstkleidung einführte. Am 7. Januar 1961 stellte man
diese der Presse vor. Bis zur Ausgabe sollten aber noch einige Monate
vergehen und es handelte sich dabei eigentlich nur um einen gigantischen
Trageversuch, der letztlich scheiterte.
Bis dahin getragene Schulterstücke verschwanden und wurden durch
Dienstgradabzeichen auf dem rechten Ärmel ersetzt. Form und Farbe
entsprachen den Ärmelabzeichen der Bereitschaftspolizei, die schon seit
1952 getragen worden sind.
Indem man die bisher aufgesetzten Taschen entfernte und nach innen
verlegte, Taschenklappen ohne Knöpfe aufnähte und kleinere Kragenspiegel
anbrachte, änderte sich das Aussehen der Uniform deutlich. Der bisher
unten an der Mütze getragene Stern wurde nun oben angebracht und an
seine Stelle kam eine Kokarde in den Farben schwarz-rot-gold, mit einem
Eichenlaubkranz.
Für Leitende Polizeibeamte waren diese Abzeichen gestickt, für
Mannschaften aus Metall. Allerdings sollte es zu einer Umstellung beim
gehobenen und höheren Dienst erst mit Einführung der „Albertz-Uniform"
kommen. Der Trageversuch wurde fast ausschließlich vom mittleren Dienst
durchgeführt Ursprünglich sollte der
Polizeistern ganz
verschwinden und durch Wappen mit dem Berliner Bären darauf ersetzt
werden. Modelle dafür konnten sich aber nicht durchsetzten.
Koppel sollten zu dieser Uniform nicht mehr getragen werden und so
ersetzte man diese durch ein Tragegestell, welches unter der Jacke
getragen wurde und durch die rechte Tasche das Tragen der Dienstwaffe
zuließ. Jetzt kam es auch zur Einführung von Ärmelabzeichen für die
Dienstzweige Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei und Polizeiorchester.
Die Abzeichen der Bereitschaftspolizei wurden geändert und nun hatten
alle Ärmelabzeichen um das Stadtwappen eine schwarze Umrandung.
Blaue Abzeichen trug der Beamte auf der Uniform, weiße für den
Verkehrsdienst und olivfarbene für den Einsatzanzug. Für den Letzteren
gab es zu dem Ärmelabzeichen Funktionsabzeichen in Form von silbernen
Streifen, die unter dem Ärmelabzeichen angebracht wurden und nun den
Gruppenführer mit einem, den Beamten des gehobenen Dienstes mit zwei und
den des höheren Dienstes mit drei Streifen kennzeichnete. |